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Seite erstellt am: 5/03/05
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Geschichte und Kultur
Klares Begreifen

Der Wille die Gewässer zu schützen, obwohl man ihn unvollkommen anwendet, der Wille das ursprüngliche Aussehen der verletzbaren Objekte aufzubewahren, entstanden nach schreienden und nicht umkehrbaren Schäden, zugelassen in den meisten Fällen durch Unwissenheit, manchmal aber absichtlich, wegen des Beraubens mit einem merkantilen Ziel oder aus reinem Wandalismus.

Unterschiedliche Standpunkte

Es gab hitzige Streiten zwischen den Anhängern der Selbstdisziplin während der Erforschungen und Besuche, und den Verteidigern der vollen forscherischen Freiheit (auf dem Kongreß der Französischen Föderation für Höhlenverbandes in Tonon im Jahre 1978).

Diese Streiten zeigten, daß es eine individuelle speleologische Kultur gibt, die charakteristisch für die Plätze, wo ein jeder gewohnt hat oder genauer gesagt für sein geographisches Gebiet, ist. Dieses Bedingen führte zum unterschiedlichen Wahrnehmen der Verletzbarkeit der Objekte, in Abhängigkeit davon, ob man die Forschungen in weniger verletzbaren Gebirgsgrotten oder in Grotten mit manchmal sehr reiche Dekoration, gelegen in einem Plateau, durchführte.

Die unterirdische Umwelt gewann nichts von diesem Mangel an einer Feststellung und es kam sich sogar zu Beispielen für ihren Schutz mittels viel Beton und Eisen. Wenn die Kolonisierung der unberührten Weiten eine Apologie für das westliche Denken in einem bestimmten historischen Zeitpunkt war, sieht dieses Humanisieren der unterirdischen Umwelt als ihre Fortsetzung aus.

Öffentlichkeitsarbeit

Schon in den siebzigen Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts begann die Höhlenschutzkommission zur F.F.S. (Französischen Föderation für Speleologie) eine Reklamekampagne auf nationalem Niveau: Broschüren, Posters für die Aufbewahrung der Konkretionen, unterirdischen Gewässer und des Biotops, Praktiken, Bildungsbesuche und Erklären der Grotten als geschützte Objekte, Veröffentlichen einer thematischen Nummer der Zeitschrift "Spélunca" über die Aufbewahrung der Grotten und der Karsterscheinungen im Jahre 1989, Organisieren von Freiwilligen für den Schutz der Fledermäuse und der unterirdischen archäologischen Objekte.

Schutztechniken

Die Französische Föderation für Speleologie schult in Methoden für Verhütung die Verschmutzung der Höhlen. Man empfehlt praktischen Lösungen, und nämlich Bezeichnen der Plätze auf dem Boden, auf den man geht mittels eines farbigen Bands, Ausziehen der Stiefel, wenn ein zu großes Risiko für Verschmutzen vorhanden ist, oder Ausbreiten einer Decke aus Kunststoff vor sich selbst, damit die Versinterungen auf dem Boden aufbewahrt werden.

Das ist der Fall auch beim Putzen und Restaurieren der Versinterungen; man hat eine Reihe von Techniken erarbeitet und wendet sie erfolgreich an. Viele Klubs sind wahre Fachkräfte (Experten) in diesen Bereich geworden.

Untersuchen den Einfluß über die Umwelt

Man hat Untersuchungen für den Einfluß der menschlichen Anwesenheit unter der Erde über die natürliche Umwelt durchgeführt. Sie beziehen sich um alle Faktoren, die das innere Klima in den Grotten verändern und Folgen für den Vorgang der Herausbildung der Versinterungen, für die Felsenzeichnungen und den Biotop Höhle haben können.

Schutzmaßnahmen

Schon in den achtzigen Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts auf Wunsch der F.F.S. und mit ihrer Zustimmung wurde eine Prozedur zum Erklären mancher merkwürdigen Grotten als geschützten durch den Staat Naturobjekten oder historischen Denkmäler eröffnet. Diese Grotten enthalten wichtigen von wissenschaftlichem Standpunkt Elemente in den Bereichen der Herausbildung der Versinterungen, der Urgeschichte und der Archäologie, welchen Elemente muß man unberührt aufbewahren.

Größere Anerkennung

Diese Maßnahmen sind wirksam. Es ist aber wünschenswert man Verbesserungen zu machen, konkreter in Beziehung der Verwaltungsplumpheit, der erforderlichen Geldmittel und Modernisierung der reglementierenden Texte, um dem neuen Sachverhalt zu entsprechen.

Zum Beispiel spürten die Höhlenforscher ein Gefühl für tiefe Ungerechtigkeit, wenn sie von ihren Entdeckungen zugunsten des Bodenbesitzers, nur auf Grund des Prinzips für Privateigentum, oder zugunsten des Staates beseitigt waren. Die Rolle der Höhlenforschers muß anerkannt sein, weil in 90 % der Fällen die Entdeckung ihnen zu verdanken ist.

Die Zukunft der Grotten

Der Schutz der unterirdischen Erbschaft ist absolut notwendig. Die ganze Zukunft der Höhlenkunde hängt davon ab. Diese Höhlenkunde, womit wir alle emotional verbunden sind und die im Grunde einer unvergleichbaren in ihrem Reichtum und sich kontinuierlich vergrößernden nationalen Erbschaft steht.

Die Wörter, gebraucht von der Französischen Föderation für Speleologie sind klar und unzweideutig: der Schutz des Karstes ist ein Priorität. In Frankreich gibt es genügend nicht so empfindliche Grotten, die den verschiedenen Arten der Höhlenkunde entsprechen. Umgekehrt, man muß diesen Grotten schützen, die einen Schutz verdienen.

 

Text von Claude Viala, Vorsitzender der Französischen Föderation für Höhlenkunde
(Fédération Française de Spéléologie) seit 1996 bis 1999.
Fragment von "Spelunca Mémoires" n°23 Jahre 1997.